VMIS 2.0

Projekt: Modernes Verkehrsmanagement für Österreichs Autobahnen
Auftraggeber: ASFiNAG
Anlagenstandort: Österreich

VMIS 2.0 - Ein neues Level an Flexibilität, Sicherheit und Effizienz im Verkehrsmanagement

Eine Vision für vernetzte Mobilität wird Realität

Mit steigenden Verkehrsbelastungen und wachsenden Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und Digitalisierung entschied sich die ASFiNAG 2016 für eine moderne, zentrale Verkehrsmanagementplattform, die Tunnelsteuerung und Streckenbeeinflussung vereint und für
C-ITS-Anwendungen vorbereitet ist. 2018 erhielt das Konsortium ARGE VMIS-EHE – mit EBP Deutschland, Heusch/Boesefeldt und evon – den Auftrag. Nach der Pilotinbetriebnahme in Wien 2021 begann der landesweite Rollout.

VMIS 2.0 bildet heute, mit modularen Architekturen und innovativen Steuerungsansätzen,
die Grundlage für eine effiziente, vernetzte Verkehrssteuerung und Vehicle-to-Infrastructure-Kommunikation (V2I) und das in einer bisher einzigartigen Dimension: Mehr als 33.000 Verkehrseinrichtungen mit rund 6,5 Millionen Datenpunkten wurden entlang des über 2.200
Kilometer langen Autobahnnetzes integriert. Der österreichweite Ausbau wurde im Mai 2025 mit der letzten Überwachungszentrale in Hohenems erfolgreich abgeschlossen. Damit sind nun rund 170
Tunnelanlagen österreichweit in den 9 regionalen Verkehrsmanagementzentralen in ein einheitliches Verkehrsmanagementsystem eingebunden. Ein Meilenstein für Sicherheit, Effizienz und die digitale Zukunft der Mobilität. VMIS 2.0 wird seitdem laufend weiterentwickelt, um Drittsysteme
erweitert und an NIS-2-Vorgaben der EU angepasst und das bei durchgehenden Betrieb.

Der Einsatz von evon XAMControl - Maximale Flexibilität und Skalierbarkeit

Als technisches Herzstück integriert die Plattform evon XAMControl erstmals die
Überwachung und Steuerung von Tunnelanlagen und Verkehrsbeeinflussung in
einem zentralen System. Die konsolidierte Datenhaltung ermöglicht eine schnellere
Erkennung, Bewertung und koordinierte Bearbeitung von Verkehrsereignissen
sowie den Echtzeit-Datenaustausch mit externen Plattformen wie Navigationsdiensten,
Rundfunk, Einsatzleitapplikationen oder C-ITS.

Mit der Einführung einer einheitlichen Visualisierung und Bedienung aller Anlagenteile über 9 Verkehrsmanagementzentralen wurde ein Meilenstein in der Standardisierung für die ASFiNAG errungen. Standardisierte Schnittstellen wie OPC UA für Tunnelanlagen sowie TLS und VMIS 2.0 - Ein neues Level an Flexibilität, Sicherheit und Effizienz im Verkehrsmanagement NTCIP für Verkehrsbeeinflussungsanlagen gewährleisten eine nahtlose Integration bestehender und zukünftiger
Systeme. Objektkatalogbasierte Standardisierung reduziert die Integrationszeit neuer Tunnelanlagen um bis zu 40 % und ermöglicht dynamische Visualisierung.

Ein zentrales Element ist das integrierte Incident and Data Management System (EDM), ausgezeichnet mit dem internationalen IRF Award. Es erlaubt eine semiautomatisierte Steuerung und Dokumentation
von Verkehrsereignissen: Operatoren können Ereignisse mit wenigen Klicks erfassen, bewerten und Maßnahmen einleiten, wodurch Reaktionszeiten verkürzt und Bedienprozesse erheblich vereinfacht
werden.

Die Highlights im Überblick

  • Zentrale Plattform zur integrierten Steuerung von Tunnel- und Verkehrsbeeinflussungsanlage
  • Schnellere Ereigniserkennung und effizientere Verkehrslenkung
  • Einheitliche Bedienoberfläche für 170 Tunnelanlagen in 9 Verkehrsmanagementzentralen
  • Hochverfügbare, standardisierte Systemarchitektur
  • Effiziente Integration bestehender und neuer Systeme durch offene Schnittstellen (OPC UA, NTCIP, TLS)
  • Bis zu 40 % geringerer Integrationsaufwand durch Tunnelstandardisierung
  • Bis zu 75 % effizientere Ereignisdokumentation durch das EDM
  • Kartendarstellung auf GIP-Basis mit Integration von OpenStreetMap
  • Zentrale Datenbasis für nachhaltige Verkehrsmanagementprozesse
  • Zukunftssichere Plattform für Digitalisierung und V2I-Kommunikation

„VMIS 2.0 vernetzt über 2.200 km Autobahn, 170 Tunnel, 33.000 Verkehrseinrichtungen
und 6,5 Mio. Datenpunkte in einem landesweiten Verkehrsmanagementsystem.“

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